ABC-Klassen und was die mit Kitas zu tun haben
Das Schulministerium sah sich vor die Herausforderung gestellt, dass wohl immer mehr Kinder auch in sprachlicher Hinsicht so auffällig sind, dass ihre Beschulungsfähigkeit in Frage gestellt ist. Schnell mit der Nadel gestrickt wurde dann der Plan, dass deutlich vorgezogen eine Voruntersuchung an den Kindern erfolgen soll, um insbesondere jene mit Sprachförderbedarf zu identifizieren. (Delfin lässt grüßen). Anschließend sollen diese Kinder wenige Stunden jede Woche in die Schulen gekarrt werden, um dort durch Lehrpersonal spezielle Förderung zu erhalten. Auch jene, die in Kitas sind. Ein völlig unausgegohrener Plan. Allein die Höhe der eingeplanten Fahrkosten lassen die Ohren schlackern. Die Überlegung, dass vierjährige Kinder in unbekannter Umgebung durch inexistentes Schulpersonal ohne Erfahrung im Umgang mit kleinen Kindern besser gefördert werden könnten, als in Kindertagesstätten und alltagsintegriert, ist schon recht absonderlich. Bei den mit diesen Plänen einhergehenden Verbändeanhörungen wurde der gesamte Kitabereich übrigens nicht befragt.

